Papier gehört in vielen Logistikprozessen noch immer ganz selbstverständlich zum Alltag. Und wahrscheinlich wird das auch noch eine Weile so bleiben.
Trotzdem verändert sich gerade etwas Grundsätzliches: Eine Information auf Papier wird vor allem von Menschen gelesen. Eine sauber strukturierte Information kann zusätzlich geprüft, weitergegeben und in einen Prozess eingebaut werden.
Genau darum geht es bei eFTI, der europäischen Regelung für elektronische Frachtinformationen.
Seit Januar 2026 können sich Plattformen und Dienstleister auf den Betrieb vorbereiten. Ab 9. Juli 2027 müssen Behörden in allen EU-Mitgliedstaaten Frachtdaten akzeptieren, wenn Unternehmen sie über zertifizierte eFTI-Plattformen bereitstellen.
Mich interessiert dabei weniger der QR-Code bei einer Kontrolle. Viel spannender ist die gemeinsame Datenstruktur dahinter.
Wenn Auftrag, Ware, Fahrzeug, Route, Genehmigung und Beteiligte nicht mehr nur in PDFs und E-Mails stecken, können Systeme früher erkennen:
- Welche Angabe fehlt?
- Welche Information widerspricht sich?
- Welche Auflage gehört zu welchem Transport?
- Wer darf welche Daten sehen?
- Was muss vor Abfahrt noch geklärt werden?
Das ist eine wichtige Voraussetzung für sinnvolle KI in der Logistik. Denn auch ein gutes System kann nur dann verlässlich vorarbeiten, wenn dieselbe Information nicht in fünf Dokumenten fünfmal anders auftaucht.
KI-Know-how für Logistiker:innen in 2 Minuten
Was bedeutet maschinenlesbar?
Maschinenlesbar heißt nicht nur: Ein Computer kann eine PDF öffnen.
Es heißt: Die Bedeutung einzelner Felder ist eindeutig. Ein System weiß, was ein Kennzeichen, ein Zeitfenster, ein Gefahrgutmerkmal oder eine zuständige Person ist.
Erst dann kann eine KI Informationen vergleichen, Regeln anwenden und auf Abweichungen hinweisen.
Für Unternehmen lautet die praktische Frage deshalb nicht nur: “Haben wir unsere Dokumente digital?”
Eine weiterführende Frage lautet: “Sind die entscheidenden Informationen so strukturiert, dass unsere Prozesse sie zuverlässig verwenden können?”
Genau an dieser Stelle setzt ViMoKi an: Dokumente verstehen, Informationen strukturieren und offene Punkte sichtbar machen. Die Entscheidung bleibt beim Menschen. Das Team soll einfach weniger Zeit mit Suchen und Rückfragen verlieren.